Vom Engadiner Bauernhaus zum Herzstück des Dorfes

Geschichte

Ein Engadiner Bauernhaus aus dem 16. Jahrhundert, um 1889 zum Hotel umgebaut und seither immer wieder renoviert. Das Weisse Kreuz – «Crusch Alva» – erzählt über 450 Jahre Bergüner Geschichte.

Zeitreise

  1. um 1550

    Das Bauernhaus entsteht

    Das wuchtige Engadiner Bauernhaus wird gebaut. Maximal ein Zehntel des Volumens ist für Menschen bestimmt – der Rest für Vieh, Geräte und Vorräte für die langen Winter.

  2. 1614

    Das Portal «Crusch Alva»

    Durch das datierte Portal gelangt man in den Solèr, die Durchfahrt für die Heuwagen. Linkerhand die Stube, dahinter Küche und Chamineda, der Vorratsraum.

  3. 1784

    Die Arvenstube

    Die Stüvetta wird eingerichtet – einziger Aufenthaltsraum der einstigen Grossfamilien. Über eine hinter dem Ofen versteckte Treppe erreichte man die Schlafstuben.

  4. 1889

    Vom Hof zur Herberge

    In der Blütezeit der Postkutschen beginnt der Ausbau zum Herbergsbetrieb. Das aufgestockte Haus erhält sogar ein Flachdach.

  5. 1903

    Die Albulabahn kommt

    Die Rhätische Bahn eröffnet die Albulalinie. Bergün wird Station – und das Weisse Kreuz liegt 300 Meter vom Bahnhof entfernt.

  6. 1947

    Das Walmdach

    Bei einer weiteren Aufstockung für Personalzimmer ersetzt das heutige Walmdach das Flachdach.

  7. 2003

    Neues Leben

    Nach turbulenten Jahren – inklusive einer Rolle in der TV-Serie «Die Direktorin» – eröffnen Thomas Bär und Ursina Barandun das Haus neu und machen es zum Herzstück des Dorfes.

  8. 2008

    UNESCO-Welterbe

    Die Albulabahn wird UNESCO-Welterbe. Bergün liegt mitten in der spektakulärsten Strecke mit Kehrtunnels und Viadukten.

  9. 2023

    E viva!

    Nach 20 Jahren übergeben Thomas und Ursina ihr Juwel an die Familie Raphael Köchli und Britt Messmer, die es seit Dezember 2023 mit grosser Freude weiterführen.

Geschichte
«Ein Begegnungsort mit einzigartiger Atmosphäre – für Alt und Jung, Einheimische und Angereiste.»
Stüvetta 1784

Das Haus heute

Grundriss, wesentliche Teile des Kellers und des Erdgeschosses entsprechen noch dem ursprünglichen Erscheinungsbild. Eingangstüre und die zur Arvenstube führenden Trichterfenster erinnern an das alte Engadiner Bauernhaus – ganz besonders aber die Stüvetta von 1784.

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